Foto: Thomas Sobotzki

Die Saarland Hurricanes treiben ihre Kaderplanung für die kommende GFL Saison weiter voran. Nach der Verpflichtung von US Quarterback Norman Douglas Jr. haben die Saarbrücker mit Joshua Youngblood einen weiteren US Spieler präsentiert, mit deutschen Pass.. Gleichzeitig müssen die Canes einen Abgang vermelden. Wide Receiver Spencer Corona verlässt den Verein in Richtung GFL2.

Joshua Youngblood bringt Big 12 Auszeichnungen mit

Mit Joshua Youngblood sichern sich die Hurricanes einen vielseitigen Playmaker, der im College Football früh für Aufsehen sorgte. Der am 26. Januar 2001 in Würzburg geborene und Tampa aufgewachsene Wide Receiver und Return Specialist ist 1,78 Meter groß und bringt 84 Kilogramm auf die Waage.

Seine College Laufbahn begann er 2019 bei Kansas State. Dort war er als True Freshman einer der explosivsten Kick Returner des Landes. Youngblood erzielte drei Kickoff Return Touchdowns, wurde ins First Team All Big 12 gewählt und zum Big 12 Special Teams Player of the Year ernannt. Zudem erhielt er mehrere All American Ehrungen und galt als einer der gefährlichsten Returner der Conference.

Joshua Youngblood an der Kansas State

Nach zwei Einsätzen in seiner zweiten Saison wechselte er zunächst zu Rutgers. Dort kam er in zwei Spielzeiten vor allem als Rotationsspieler und Returner zum Einsatz. Anschließend nutzte er sein letztes College Jahr bei Delaware, wo er 2023 in 13 Spielen 44 Receptions für 527 Yards und sieben Touchdowns verbuchte. Hinzu kamen 221 Kickoff Return Yards. In den FCS Playoffs überzeugte er unter anderem mit neun Catches gegen Montana.

„Es ist schön, diese Auszeichnungen und Ehrungen aus dem College zu haben. Aber eine Sache habe ich im Leben gelernt: Alles muss man sich immer wieder neu verdienen. Ich arbeite jetzt hart, um auch in Europa dominant zu sein. Vergangene Statistiken und Auszeichnungen bedeuten nicht viel. Mein Fokus liegt jetzt darauf, Meisterschaften für unsere Fans zu gewinnen, weil die Stadt es verdient hat!“

Station Helsinki und nun die GFL

Nach seiner College Zeit schloss sich Youngblood den Helsinki Wolverines an. Dort kam er auf 338 Receiving Yards und gehörte zu den produktiveren Passempfängern der Liga. Nun folgt der Schritt in die GFL. In Saarbrücken soll er gemeinsam mit Norman Douglas Jr. für neue Impulse im Passspiel sorgen.

„Ich wollte für die Hurricanes spielen, wegen ihres erfahrenen Coaching Staffs. Ich mag die Offensivsysteme von Coach Sam Gooding sehr, und wir hatten großartige Gespräche darüber, wie ich dort einen echten Impact haben kann. Ein ehemaliger Teamkollege, mit dem ich in Finnland gespielt habe, hat den Kontakt zum Team hergestellt und der Rest ist Geschichte.“

Joshua Youngblood

Youngblood bringt Tempo, Explosivität und Special Teams Erfahrung mit. Seine Vergangenheit als Quarterback in der High School sowie seine All Purpose Qualitäten machen ihn flexibel einsetzbar. Für die Hurricanes ist er nicht nur als Receiver, sondern auch als Returner ein Faktor.

„Meine größte Stärke auf dem Feld sind meine Geschwindigkeit und meine Agilität. Außerdem bin ich eine vertikale Waffe, die das Feld strecken kann und Defensive Coordinators vor einem Spiel gegen uns ein wenig Schlaf raubt. In der Offense der Hurricanes werde ich alles tun, was Coach von mir verlangt – egal ob blocken, Handoffs nehmen oder tiefe Routen fangen. Wir haben eine sehr komplexe Offense, die es Coach Gooding ermöglicht, mich auf verschiedenen Positionen einzusetzen – immer im Sinne des Teamerfolgs.“

Joshua Youngblood
Foto: Rutgers University

Der Wide Receiver ist in Deutschland geboren, erinnert sich aber kaum noch an sein Geburtsland. Die Vorfreude hingegen ist groß:

„Ich wurde in Würzburg, Deutschland, geboren. Ich war allerdings nur für kurze Zeit dort, weil meine Mutter beim Militär war, als ich noch sehr jung war. Ich erinnere mich selbst kaum daran, aber ich habe viele Fotos aus meiner Babyzeit in Deutschland. Ich freue mich darauf, die Stadt, in der ich geboren wurde, wirklich zu sehen. Ich glaube, das wird sich ziemlich surreal anfühlen.“

Joshua Youngblood

Corona verlässt die Canes

Während Youngblood neu dazukommt, verabschieden sich die Hurricanes von einem ihrer Leistungsträger. Spencer Corona wechselt zu den Montabaur Fighting Farmers in die GFL2.

Corona zählte in den vergangenen beiden Spielzeiten zu den konstantesten Receivern der GFL. 2025 kam er auf 55 Catches für 718 Yards und fünf Touchdowns. Sein Abgang reißt eine Lücke in die Offense der Saarländer.

„In den beiden Spielzeiten, in denen ich für die Canes in der GFL1 gespielt habe, habe ich ziemlich gute Leistungen gezeigt. Nach dem Trainerwechsel wollte man jedoch eine andere Richtung einschlagen. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu den Farmers habe, weil sie mein erstes Team nach dem College waren, schien es für mich die richtige Entscheidung zu sein. Außerdem vertraue ich auf die Arbeitsmoral der Organisation und des Teams in Montabaur.“

erklärte Spencer Corona zu seinem Wechsel
Spencer Corona – Foto: Thomas Sobotzki

Neue Dynamik in der Offense

Mit Douglas Jr. auf Quarterback und Youngblood als explosivem Receiver setzen die Hurricanes auf Geschwindigkeit und Big Play Potenzial. Gleichzeitig müssen sie den Verlust von Corona kompensieren.

Die Mischung aus neuem US Talent und bestehenden Leistungsträgern wird entscheidend sein, wenn Saarbrücken in der kommenden GFL Saison wieder angreifen will. Die Offense bekommt ein neues Gesicht. Jetzt liegt es am Trainerteam, die Puzzleteile passend zusammenzusetzen.

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Hendrik

Hendrik gründete Foot Bowl am 30. April 2021. Mail: footbowl@gmx.net

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