Mit Timur Beckmann haben die Paris Lights einen Offensive Coordinator verpflichtet, der nicht nur Erfahrung, sondern auch Championship-DNA mitbringt. Der deutsche Coach war zuletzt Teil des Coaching Staffs von Rhein Fire und gewann dort die Titel in den Saisons 2023 und 2024. Nun soll er beim neuen AFLE-Franchise die Offensive aufbauen und prägen.
Weg nach Paris über Netzwerk
Der Weg nach Paris kam dabei nicht zufällig zustande. „Ich habe die beiden GMs Marco und Frantzy [Frantzy Dorlean, General Manager der Paris Lights] vor vielen Jahren kennengelernt. […] Der Kontakt ist dann diese Offseason einfach mehr geworden […] und am Ende ist es dann zu meiner Rolle als Offensive Coordinator bei den Paris Lights geworden“, erklärt Beckmann.
Rhein Fire als prägende Station
Für den 29-Jährigen ist es der nächste Schritt in seiner Coaching-Karriere. Nach Stationen bei den Longhorns, den Düsseldorf Panthers und der University of South Dakota sammelte er bei Rhein Fire wertvolle Erfahrungen – unter anderem im Recruiting und im täglichen Umgang mit einem professionellen Umfeld. Diese Zeit habe ihn stark geprägt: „Coach Tomsula war die treibende Kraft, wenn es darum geht, professionellen Football in Europa aufzuziehen […] und Räume zu schaffen, wo Spieler und Coaches erfolgreich sein können.“ Auch offensiv habe er viel mitgenommen: „Coach Shoop und Coach Weidinger haben mir neue Perspektiven geöffnet zum NFL-Football.“
Run Game als Basis und dominante O-Line
In Paris übernimmt Beckmann nun erstmals die komplette Verantwortung für eine Offense. Dabei setzt er auf klare Prinzipien: „Wir werden mit den Fundamentals starten […] wir wollen lernen, die Line zu dominieren und den Ball laufen.“ Gleichzeitig sollen auch kreative Elemente nicht fehlen: „Trickspielzüge machen das Leben für die Spieler spannender und auch für die Fans […] aber es muss eine gesunde Balance bleiben.“
Konkurrenzkampf und klare Ziele
Trotz der direkten Konkurrenz in der eigenen Stadt – insbesondere durch die Paris Musketeers – sieht Beckmann keine Nachteile im Recruiting. „Paris ist eine große Stadt […] im Großraum gibt es zehn bis zwölf Football-Teams […] deswegen machen wir uns keine Sorgen, dass es nicht genug Spieler gibt.“ Gleichzeitig betont er den respektvollen Umgang: „Sofern ein unterschriebener Vertrag vorhanden ist, gibt es ein Gentleman’s Agreement, dass da nicht weiter rumgestochert wird.“
Die Paris Lights sind zwar für viele Fans erst spät sichtbar geworden, doch hinter den Kulissen wurde das Projekt bereits länger vorbereitet. „Zu so etwas gehört viel Planung […] die hat schon im letzten Jahr begonnen“, so Beckmann. Ein klares Ziel gibt es dennoch: „Wir wollen gewinnen, das ist klar […] keiner macht das zum Spaß.“
Mit Beckmann, Quarterback Evan Hillock und Wide Receiver Tristen Wallace nimmt die Offensive der Paris Lights langsam Form an. Die Grundlage ist gelegt. Nun geht es darum, aus einem neuen Projekt schnell ein funktionierendes Team zu formen.







