Foto: Foot Bowl/Klaus Sack

Die Düsseldorf Panther sind im heimischen Benrather Stadion auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nachdem rund um den Traditionsclub vor Saisonbeginn von den Playoffs geträumt wurde, setzte es nun gegen die zuvor sieglosen Regensburg Phoenix eine überraschende 10:23-Niederlage. Die Gäste aus Bayern waren mit einer Bilanz von 0:4 angereist und galten bei vielen Experten als klarer Außenseiter. Stattdessen lieferten die Phoenix ihre bislang beste Saisonleistung ab und sorgten für eine der größten Überraschungen des Spieltags.

Traumstart der Gäste

Regensburg erwischte einen perfekten Auftakt. Bereits früh fand Quarterback Cameron Yowell seinen Receiver Nicolas Hayes über 29 Yards zum ersten Touchdown der Partie. Wenig später erhöhte dasselbe Duo auf 14:3. Zwar verkürzten die Panther zunächst durch ein Field Goal von David Immel und kamen anschließend durch einen 25-Yard-Touchdown-Pass von Isaiah Weed auf James Okike auf 10:14 heran, doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Running Back Nebechi Abana vollendete einen kurzen Drive mit einem Lauf in die Endzone und stellte den Zwei-Score-Vorsprung wieder her.

Cameron Yowell (Regensburg Phoenix, #12) – Foto: Foot Bowl/Klaus Sack

Viele Yards, wenig Ertrag

Besonders ärgerlich aus Sicht der Panther: Die Statistik sprach in vielen Bereichen sogar für die Gastgeber. Düsseldorf sammelte 305 Total Yards, Regensburg lediglich 156. Auch bei den First Downs lagen die Panther vorne. Doch die Offense brachte sich immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Neun Strafen für 67 Yards, ein Ballverlust und mehrere verpasste Chancen in aussichtsreicher Feldposition verhinderten eine erfolgreiche Aufholjagd.

Während Isaiah Weed 207 Passing Yards erzielte und seine Receiver Daniel Pedro, Gennadiy Adams und James Okike regelmäßig in Szene setzte, präsentierte sich Regensburg deutlich effizienter. Cameron Yowell warf zwei Touchdown-Pässe und machte kaum Fehler. Besonders Nicolas Hayes nutzte seine Chancen konsequent und fing beide Touchdowns der Phoenix.

Phoenix setzen das Ausrufezeichen

Spätestens im zweiten Durchgang zeigte sich, warum die Gäste den Sieg verdient mit nach Hause nahmen. Die Defense der Phoenix dominierte die Line of Scrimmage und setzte Panthers-Quarterback Isaiah Weed immer wieder unter Druck. Allen voran Jaylin Woods entwickelte sich mit 2,5 Sacks und fünf Tackles for Loss zum Unterschiedsspieler der Partie. Als Regensburg im Schlussviertel zusätzlich noch einen Safety erzwingen konnte, war die Überraschung endgültig perfekt.

Für Düsseldorf dürfte die Niederlage ein wichtiger Realitätscheck sein. Die Panther haben gezeigt, dass sie offensiv Potenzial besitzen, gleichzeitig aber noch weit von einer konstanten Playoff-Mannschaft entfernt sind. Regensburg hingegen sendet ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Der bislang sieglose Tabellenletzte aus dem Süden hat bewiesen, dass er auch gegen ein Nordteam bestehen kann und sich längst noch nicht aufgegeben hat.

Gary Tyler (Regensburg Phoenix, #13) – Foto: Foot Bowl/Klaus Sack

Scoring Summary

Regensburg Phoenix

TD Nicolas Hayes (Pass von Cameron Yowell) zum 7:0
TD Nicolas Hayes (Pass von Cameron Yowell) zum 14:3
TD Nebechi Abana (1-Yard-Lauf) zum 21:10
Safety zum 23:10

Düsseldorf Panther

FG David Immel aus 22 Yards zum 3:7
TD James Okike (Pass von Isaiah Weed) zum 10:14
PAT David Immel

Dominik Laßmann (Regensburg Phoenix, #41) – Foto: Foot Bowl/Klaus Sack
Hendrik

Hendrik gründete Foot Bowl am 30. April 2021. Mail: footbowl@gmx.net