Foto: Berlin Rebels – Instagram
Die Braunschweig Lions hatten am 12. Spieltag der effect® ENERGY GFL die Berlin Rebels zu Gast. Vor mehr als 2.000 Zuschauern entwickelte sich im Eintracht Stadion ein packender Football Krimi, der erst mit dem letzten Spielzug entschieden wurde. Die Lions hatten noch die Chance, mit einer Two Point Conversion die Verlängerung zu erzwingen, doch Quarterback Ryon Thomas wurde wenige Zentimeter vor der Endzone gestoppt. So feierten die Berlin Rebels einen hart umkämpften 24:22 Auswärtssieg.

Lions kontrollieren die erste Halbzeit
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und bestimmten das Spielgeschehen früh. Nach einem erfolgreichen Field Goal von Mark Robin Peschelt brachte Quarterback Ryon Thomas seine Offense immer besser ins Rollen. Mit einem präzisen Pass über 40 Yards fand er Peter Anderson in der Endzone und baute die Führung auf 10:0 aus.
Nur wenig später sorgte auch die Defense für ein Highlight. Brandon Potts brachte bei einem Passversuch von Tyquell Fields noch entscheidend die Hand an den Ball. Fabian Schröder reagierte blitzschnell, fing den abgefälschten Pass ab und trug ihn zum Pick Six in die Endzone. Zwar blieb der Extrapunkt aus, doch beim Stand von 16:0 schienen die Lions die Partie unter Kontrolle zu haben.
Berlin meldet sich eindrucksvoll zurück
Die Rebels zeigten jedoch die passende Antwort. Quarterback Tyquell Fields fand Filip Uderhardt mit einem tiefen Touchdown Pass und brachte die Berliner wieder zurück ins Spiel. Kurz vor der Halbzeit folgte der nächste Rückschlag für die Lions. Mit dem letzten Spielzug der ersten Hälfte lief Nazar Bombata zum Touchdown in die Endzone und verkürzte auf 16:14.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Berlin am Drücker. Zwar stoppte die Braunschweiger Defense den ersten Angriff der Gäste, wenig später schlug sie selbst jedoch entscheidend zurück. Lamonte McDougle fing einen Pass von Ryon Thomas ab und beendete einen aussichtsreichen Drive der Gastgeber. Berlin nutzte den Ballgewinn konsequent. Kris Cain verwandelte ein 30 Yard Field Goal und brachte die Rebels erstmals mit 17:16 in Führung.
Fuchs sorgt für die Vorentscheidung
Im Schlussviertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Lions arbeiteten sich erneut bis tief in die Hälfte der Berliner vor, doch Exavier Edwards verhinderte mit einer Interception den möglichen Führungswechsel. Die Rebels machten es auf der anderen Seite besser. Mit einem starken Laufspiel kontrollierten sie die Uhr, ehe Running Back Emil Fuchs eine Lücke in der Braunschweiger Defense fand und über 30 Yards zum Touchdown lief. Der anschließende Extrapunkt erhöhte den Vorsprung auf 24:16 und brachte Berlin in eine komfortable Ausgangsposition.

Zentimeter fehlen zum Happy End
Aufgegeben hatten sich die Lions dennoch nicht. Ryon Thomas führte seine Offense in den Schlusssekunden noch einmal über das Feld und fand Peter Anderson mit dem letzten Spielzug zum Touchdown. Anstatt den sicheren Extrapunkt zu wählen, entschieden sich die Gastgeber für die Two Point Conversion und damit für die Chance auf den Ausgleich.
Der Quarterback behielt den Ball selbst, kämpfte sich Richtung Endzone, wurde aber wenige Zentimeter vor der Goalline von der Berliner Defense gestoppt. Damit war der Football Krimi entschieden und die Rebels durften einen viel umjubelten Auswärtssieg feiern.
„Wir haben bis zum letzten Spielzug gekämpft und erneut gezeigt, dass wir mit jedem Gegner der Liga auf Augenhöhe spielen können.“
Head Coach Brayden McCombs blickte trotz der Niederlage positiv auf die Leistung seiner Mannschaft
Für die Berlin Rebels ist der Erfolg ein wichtiger Schritt im Saisonendspurt. Die Braunschweig Lions müssen sich trotz einer starken ersten Halbzeit ärgern, eine zwischenzeitliche 16:0 Führung aus der Hand gegeben zu haben. Die verpasste Two Point Conversion dürfte den Gastgebern noch lange in Erinnerung bleiben.







