Foto: Thomas Iden-Korjahn
Die Potsdam Royals haben mit dem deutlichen 75:3 Heimsieg gegen die Braunschweig Lions ein frühes Statement in der effect® ENERGY GFL Saison 2026 gesetzt. Vor über 2100 Zuschauern im Stadion Luftschiffhafen dominierte der dreifache GFL Bowl Champion die Partie von Beginn an und erinnerte dabei phasenweise wieder an die dominante Mannschaft der vergangenen Jahre.
Quarterback Xeaiver Bullock führte die Royals dabei mit insgesamt acht Touchdown Pässen durch eine nahezu perfekte Partie.
Royals Offense überrollt Braunschweig früh
Bereits im ersten Viertel erzielte Potsdam vier Touchdowns und setzte die Lions früh massiv unter Druck. Bullock verteilte die Bälle auf mehrere Receiver, darunter Emanuel Bakare, Maximilian McLeod und Milan Spiller. Besonders auffällig war dabei die enorme Effizienz der Royals Offense. Immer wieder attackierte Potsdam die Defense der Lions tief über das Passspiel, während die Offensive Line gleichzeitig für viel Ruhe in der Pocket sorgte. Trotz der statistisch herausragenden Leistung ordnete Bullock sein Spiel nach der Partie überraschend nüchtern ein.
„Rein statistisch und von der Effizienz her war es wahrscheinlich mein bestes Spiel. Aber der GFL Bowl letztes Jahr war deutlich besonderer.“
Tatsächlich wirkte die Royals Offense im Vergleich zum knappen 15:14 Auftaktsieg gegen die Berlin Rebels deutlich verbessert. Nach der Bye Week präsentierte sich Potsdam offensiv wesentlich strukturierter, explosiver und vor allem konsequenter im Abschluss.
Tomasello Touchdown sorgt früh für klare Verhältnisse
Auch defensiv zeigten die Royals eine dominante Vorstellung. Die Defense rund um Ronaldo Tomasello, Joshua Wünsch und Ruben De Ruyter setzte Braunschweig Quarterback Ryon Thomas permanent unter Druck und ließ kaum Big Plays zu. Besonders Ryan Minniti und Ronaldo Tomasello sorgten kurz vor der Halbzeit endgültig für klare Verhältnisse. Linebacker Ryan Minniti fing einen Pass von Braunschweigs Quarterback Ryon Thomas ab und trug den Ball zunächst selbst zurück. Als er sich kurz vor der Endzone festlief, pitchte Minniti den Ball noch spektakulär zu Ronaldo Tomasello, der den Spielzug schließlich vollendete und den Ball zum gemeinsamen 88 Yard Interception Return Touchdown in die Endzone trug. Zur Pause führten die Royals bereits mit 54:0.
Bullock machte nach dem Spiel deutlich, dass ihm vor allem die Entwicklung des gesamten Teams wichtig sei. Besonders die vielen jungen deutschen Spieler im Kader hob der Quarterback hervor.
„Jeder Spieler in diesem Kader arbeitet extrem hart und verdient es, Erfolg zu erleben. Wir haben so viele junge talentierte deutsche Spieler, die es verdienen, ihre Chancen zu bekommen und Big Plays zu machen. Deshalb bedeutet es mir viel, dass so viele von ihnen ihre ersten Touchdowns erzielen konnten.“
„Wir haben noch deutlich Luft nach oben“
Gerade die mannschaftliche Geschlossenheit sei laut Bullock einer der größten Gründe dafür, warum die Royals aktuell so schwer zu verteidigen seien.
„Was uns extrem schwer zu verteidigen macht ist, dass wir selbstlos spielen und jeder einfach seinen Job macht.“

Trotz der 75 erzielten Punkte sieht der Spielmacher die Royals offensiv allerdings noch lange nicht am Maximum angekommen. Vielmehr glaubt Bullock, dass innerhalb der Mannschaft noch deutlich mehr Potenzial steckt.
„Wir haben noch deutlich Luft nach oben, weil wir immer noch viele Punkte haben liegen lassen. Außerdem haben wir irgendwann bewusst ein wenig Tempo rausgenommen, auch aus Respekt vor dem Spiel.“
Besonders zufrieden zeigte sich Bullock mit der Arbeit seiner Offensive Line. Gegen Braunschweig stand der Quarterback über weite Strecken kaum unter Druck und musste nur wenige harte Hits einstecken.
„Es hilft mir natürlich, weniger Hits zu kassieren und über eine lange Saison gesund zu bleiben. Gleichzeitig gibt es mir Vertrauen, dass unsere Offensive Line das Spiel kontrollieren und den Gegner dominieren kann.“
Nach dem deutlichen Heimsieg richtet sich der Fokus der Royals nun bereits auf die nächste Herausforderung. Am kommenden Wochenende reist Potsdam auswärts zu den Kiel Baltic Hurricanes. Dort erwartet Bullock ein deutlich engeres Spiel.
„Ich erwarte ein ausgeglichenes Team mit Heimvorteil und einer starken Defense. Aber wir werden weiterhin den Fokus auf uns selbst und unseren eigenen Gameplan legen.“







