Foto: PFA/Christopher Mettken
Rhein Fire hat den nächsten deutlichen Sieg eingefahren und seine starke Form im Saisonendspurt eindrucksvoll bestätigt. Vor 5.136 Zuschauern in der Schauinsland Reisen Arena ließ das Team von Head Coach Mark Ridgley den Alpine Rams beim 59:6 keine Chance und machte damit auch rechnerisch die Teilnahme an den AFLE Playoffs perfekt. Bereits das Hinspiel hatte Fire mit 45:13 gewonnen. Im Rückspiel fiel der Klassenunterschied sogar noch deutlicher aus. Von Beginn an kontrollierten die Gastgeber die Partie und ließen den Rams zu keinem Zeitpunkt Hoffnung auf eine Überraschung.
Fire Offensive brennt früh ein Feuerwerk ab
Nach einem ordentlichen ersten Drive der Rams übernahm Rhein Fire sofort die Kontrolle. Quarterback Kenji Bahar dirigierte die Offense gewohnt souverän und fand Kaylon Geiger mit einem 36 Yard Touchdown Pass zur Führung. Kurz darauf erhöhte Jonathan Scott mit einem explosiven 23 Yard Lauf. Lediglich Kicker Sebastian van Santen erwischte einen ungewöhnlich gebrauchten Abend und vergab seine ersten beiden Extrapunkte. Am Spielverlauf änderte das jedoch überhaupt nichts.
Im zweiten Viertel drehte Fire dann endgültig auf. Für den spektakulärsten Spielzug des Abends sorgte ausgerechnet Kaylon Geiger, der plötzlich selbst zum Quarterback wurde. Der Receiver überraschte die Rams Defense mit einem perfekten Touchdown Pass auf Harlan Kwofie. Wenige Minuten später schlug Kenji Bahar gleich zweimal tief zu. Erst fand er Joshua Scott über 77 Yards, anschließend bediente er erneut Geiger, der einen 51 Yard Touchdown fing. Jonathan Scott setzte kurz vor der Halbzeit mit seinem zweiten Touchdown den Schlusspunkt einer dominanten ersten Hälfte. Beim Stand von 40:6 war die Partie bereits entschieden.
Rams finden keine Antworten
Die Alpine Rams hielten in den ersten Minuten zwar noch ordentlich dagegen, fanden gegen die aggressive Defense von Rhein Fire aber kaum Lösungen. Der einzige Touchdown gelang Quarterback Seth Morgan Mitte des zweiten Viertels, als er selbst über 18 Yards in die Endzone lief. Es blieb allerdings der einzige Lichtblick eines insgesamt enttäuschenden Auftritts.
Besonders deutlich wurde die Überlegenheit der Duisburger beim Blick auf die Statistiken. Rhein Fire erzielte 22 First Downs, die Rams lediglich elf. Insgesamt kamen die Gastgeber auf 424 Yards Raumgewinn, während die Schweizer bei lediglich 164 Yards stehen blieben. Noch beeindruckender: Den Rams gelang im gesamten Spiel kein einziger First Down durch das Passspiel. Quarterback Seth Morgan brachte lediglich zwölf Pässe für 97 Yards an, wurde dreimal gesackt und die Fire Defense zwang den Gegner zu insgesamt drei Ballverlusten.
Auch die zweite Reihe überzeugt
Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken konnte Head Coach Mark Ridgley früh durchwechseln. Backup Quarterback Tom Wolf erhielt bereits im dritten Viertel viele Snaps und fand nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser in die Partie. Der junge Spielmacher belohnte sich schließlich mit seinem ersten Touchdown Pass in der AFLE auf Sven Breidenbach. Im Schlussviertel bauten Sergej Kendus und Giacomo De Pauli die Führung mit weiteren Lauf Touchdowns auf den 59:6 Endstand aus. Dass selbst zahlreiche Reservisten ohne Qualitätsverlust übernehmen konnten, unterstrich einmal mehr die enorme Kadertiefe der Duisburger.

Zu den auffälligsten Spielern gehörten erneut Kenji Bahar mit drei Touchdown Pässen und 254 Passing Yards sowie Kaylon Geiger, der nicht nur zwei Touchdowns fing, sondern auch noch einen Touchdown Pass warf. Jonathan Scott steuerte zwei Rushing Touchdowns bei, während Sergej Kendus das Laufspiel mit 61 Yards und einem weiteren Score anführte.
Nur van Santen erwischt keinen Sahnetag
Der einzige kleine Schönheitsfehler auf Seiten der Gastgeber war die Leistung von Kicker Sebastian van Santen. Der Nationalspieler verwandelte lediglich fünf seiner neun Extrapunkte und scheiterte zudem bei einem ambitionierten Field Goal Versuch aus 59 Yards. Auch mehrere Kickoffs landeten im Seitenaus und verschafften den Rams dadurch bessere Feldpositionen. Angesichts der klaren Kräfteverhältnisse fiel das jedoch kaum ins Gewicht.

Mit dem klaren Erfolg untermauerte Rhein Fire eindrucksvoll seine Ambitionen auf den AFLE Titel. Die Offense punktete nahezu nach Belieben, die Defense dominierte den Gegner über die komplette Spielzeit und selbst die zweite Garde wusste zu überzeugen. Für die Alpine Rams setzte sich dagegen eine schwierige Saison fort. Nach der zweiten deutlichen Niederlage gegen Fire bleiben die Schweizer eines der Schlusslichter der Liga, während Rhein Fire mit viel Selbstvertrauen in die entscheidende Phase der Saison geht.







