Foto: Foot Bowl/JUST SHOTS/Thomas Sobotzki
Der personelle Umbruch in der Hauptstadt beim paneuropäischen Franchise Berlin Thunder geht weiter. Nach mehreren prominenten Abgängen verliert Thunder mit Paul Seifert einen weiteren Leistungsträger. Die Berlin Rebels sichern sich einen der konstantesten deutschen Defensivspieler der vergangenen Jahre.
Der 1997 in Bamberg geborene Linebacker wechselt innerhalb Berlins und bringt nicht nur Erfahrung aus fünf ELF-Spielzeiten, sondern auch Führungsqualitäten und Playmaking-Fähigkeiten mit nach Charlottenburg.
Fünf Jahre Identifikationsfigur bei Thunder
Seit 2021 war Seifert fester Bestandteil der Thunder-Defense. In insgesamt 51 Spielen kam er auf nahezu 350 Tackles, 16,5 Tackles for Loss, 3,5 Sacks sowie sechs Interceptions – eine davon trug er sogar in die Endzone zurück. Hinzu kommen 28 verteidigte Pässe, was seine Qualitäten in der Passverteidigung unterstreicht.
Schon in seiner ersten ELF Saison 2021 machte er mit 56 Tackles, einem Sack, zwei Interceptions und drei geblockten Special-Teams-Plays auf sich aufmerksam. 2022 folgte mit 88 Tackles und neun Pass-Break-ups eine noch stärkere Spielzeit, die ihm unter anderem den vereinsinternen „Thunder Hitstick Award“ einbrachte. 2023 bestätigte er dieses Niveau mit 90 Tackles, 7 Tackles for Loss und 2,5 Sacks in nur zwölf Regular-Season-Spielen.

Seifert war damit über Jahre hinweg einer der defensiven Fixpunkte bei Thunder – aggressiv gegen den Lauf, diszipliniert in Coverage und präsent in entscheidenden Momenten.
Vielseitiger Verteidiger mit internationaler Erfahrung
Vor seiner Zeit bei Thunder sammelte Seifert bereits Erfahrung bei den Berlin Rebels (2017–2019) sowie 2020 bei den Stockholm Mean Machines in Schweden. Seine Football-Ausbildung begann er bei den TFG Typhoons, wo er von 2012 bis 2016 aktiv war.
Mit 1,82 Metern und 85 Kilogramm bringt Seifert ein bewegliches Profil mit, das ihn sowohl als klassischen Linebacker als auch als Nickelback einsetzbar macht. Gerade diese Flexibilität dürfte für die Rebels ein entscheidender Faktor gewesen sein.
Klarer Gewinn für die Rebels
Für die Berlin Rebels bedeutet die Verpflichtung von Paul Seifert nicht nur zusätzliche Qualität, sondern auch Erfahrung aus einem direkten Ligakonkurrenten. In einer Phase, in der die Hauptstadt-Teams personell stark in Bewegung sind, setzen die Rebels damit ein deutliches Zeichen.
Seifert kennt die Berliner Football-Landschaft, kennt den Druck und weiß, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Seine Zahlen sprechen für sich – doch noch wichtiger ist seine Rolle als emotionaler Leader auf dem Feld.
Mit dem Wechsel von Thunder zu den Rebels verschiebt sich die Balance in Berlins Defense-Strukturen spürbar. Paul Seifert bringt Stabilität, Spielintelligenz und Physis – Attribute, die 2026 in der GFL den Unterschied machen können und Berlin Thunder in der AFLE fehlen werden.







