Foto: Foot Bowl/Wolfgang Huszar

Schwere Vorwürfe gegen die AFLE. Chad Walrond, der bis vor wenigen Wochen noch für die Alpine Rams auf dem Feld stand, hat sich in mehreren Instagram Storys direkt an die Liga gewandt. Der britische Nationalspieler wirft Teams und Verantwortlichen vor, Verträge nicht einzuhalten und Spieler trotz offener Zahlungen ohne Konsequenzen ziehen zu lassen.

Walrond ist inzwischen zu den Munich Ravens in die European Football Alliance gewechselt. Seine öffentlichen Aussagen lassen jedoch vermuten, dass sein Abschied von den Alpine Rams nicht ausschließlich sportliche Gründe hatte.

Walrond fordert Konsequenzen

Der Cornerback gehörte zu mehreren Spielern, die die Alpine Rams im Zuge des großen Kaderumbruchs verlassen hatten. Wenig später schloss er sich den bislang ungeschlagenen Munich Ravens an, die ihn über die neu geschaffene W Import Regelung verpflichteten. Nun richtet Walrond deutliche Worte an seine ehemalige Liga und spricht dabei vor allem die finanzielle Abhängigkeit vieler Spieler von ihren Verträgen an.

„Ihr müsst endlich aufhören, mit den Karrieren von Menschen zu spielen. Menschen ernähren ihre Familien mit diesen Verträgen. Wenn Teams Verträge brechen, dann bezahlt den Spielern das Geld, das ihr ihnen schuldet, und lasst sie anschließend weiterziehen.“

Chad Walrond in seiner Instagram Story

Mit seiner Kritik spricht Walrond nicht nur einzelne Verantwortliche an. In seiner Story markierte er die AFLE direkt und nahm damit die Liga öffentlich in die Verantwortung.

Kritik an ungleichen Regeln

In einer weiteren Story verschärfte Walrond seine Vorwürfe. Aus seiner Sicht werden Spieler deutlich härter behandelt als Teams oder Ligen, sobald vertragliche Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Während Spieler bei einem Vertragsbruch mit Entlassungen und finanziellen Folgen rechnen müssten, blieben vergleichbare Konsequenzen auf der Gegenseite offenbar aus.

„Wenn ein Spieler seinen Vertrag nicht erfüllt, wird er nicht nur entlassen, sondern muss auch finanzielle Konsequenzen tragen. Aber wenn ein Team oder eine Liga ihren Vertrag nicht einhält, kann sie den Spieler einfach gehen lassen, ohne irgendwelche Konsequenzen? So läuft das hier nicht. Das könnt ihr nicht einfach ignorieren. Ich habe mehr als genug Zeit.“

Chad Walrond in seiner Instagram Story
Original Insta Story

Ob sich Walronds Aussagen ausschließlich auf seine Zeit bei den Alpine Rams beziehen oder ob er damit grundsätzlich den Umgang mit Spielern innerhalb der AFLE kritisiert, bleibt offen. In seinen öffentlichen Beiträgen nennt er keine konkreten Summen und beschreibt auch nicht im Detail, welche Vertragsbestandteile aus seiner Sicht verletzt wurden.

Rams erneut im Mittelpunkt

Die Vorwürfe passen allerdings zu den Berichten, die in den vergangenen Wochen rund um die Alpine Rams aufgekommen sind. Dabei ging es unter anderem um Visa Probleme, verspätete oder ausbleibende Zahlungen sowie zahlreiche Abgänge während der laufenden Saison. Mehrere ehemalige Spieler der Rams wechselten anschließend in die EFA und fanden dort über die W Import Regelung neue Teams. Auch Walrond gehört zu dieser Gruppe. Der erfahrene Defensive Back verstärkt inzwischen die Munich Ravens und trifft dort auf eine sportlich deutlich stabilere Situation. Sein Wechsel nach München dürfte die öffentliche Aufmerksamkeit für seine Aussagen zusätzlich erhöhen.

Neue Unruhe für die AFLE

Für die AFLE kommt die Kritik zu einem schwierigen Zeitpunkt. Finanzielle Probleme bei mehreren Franchises, zahlreiche Spielerwechsel zur konkurrierenden EFA und die Situation rund um Berlin Thunder hatten zuletzt bereits für negative Schlagzeilen gesorgt. Nun meldet sich erstmals ein ehemaliger Importspieler mit direkten und öffentlich einsehbaren Vorwürfen zu Wort. Solange weder die Alpine Rams noch die Liga Stellung nehmen, bleibt offen, welche konkreten Hintergründe Walronds Kritik hat. Seine Aussagen dürften die Diskussion über Vertragsstandards, offene Zahlungen und den Umgang mit Spielern innerhalb der AFLE dennoch weiter verschärfen.

Das könnte dich auch interessieren:

Hendrik

Hendrik gründete Foot Bowl am 30. April 2021. Mail: footbowl@gmx.net

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.