Foto: Foot Bowl/Klaus Sack
Die Düsseldorf Panther haben im Kampf um die Playoffplätze einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor heimischer Kulisse setzte sich das Team mit 31:22 gegen die Kiel Baltic Hurricanes durch und zeigte dabei vor allem im dritten Viertel seine ganze Explosivität. Nachdem die erste Halbzeit noch von den Defensivreihen geprägt war, entschieden zwei spektakuläre Big Plays die Begegnung zugunsten der Gastgeber. Kiel kämpfte sich zwar immer wieder zurück, konnte den Rückstand am Ende aber nicht mehr aufholen.
Düsseldorf nutzt seine Chancen
Die Partie begann erwartet defensiv. Beide Mannschaften fanden nur schwer ihren Rhythmus und ließen in den ersten Minuten kaum größere Raumgewinne zu. Während die Hurricanes ihre ersten aussichtsreichen Angriffe durch einen Fumble sowie zwei vergebene Fieldgoal Versuche ungenutzt ließen, präsentierten sich die Panther deutlich effizienter.
Angeführt vom neuen Quarterback Dawson Herl marschierten die Gastgeber im zweiten Viertel erstmals tief in die Kieler Hälfte. Running Back Gennadiy Adams vollendete den Drive mit einem 16 Yard Touchdown Lauf und brachte Düsseldorf mit 7:0 in Führung. Mehr Punkte gelangen bis zur Halbzeit zwar nicht, doch die Panther hatten die Kontrolle über das Spiel übernommen.

Big Plays bringen die Entscheidung
Direkt nach der Pause schien das Momentum zunächst auf die Seite der Gäste zu kippen. Quarterback PJ Settles glich mit einem 18 Yard Touchdown Lauf zum 7:7 aus. Die Antwort der Panther folgte jedoch unmittelbar.
Daniel Pedro trug den folgenden Kickoff über 100 Yards direkt in die Endzone zurück und brachte Düsseldorf erneut in Führung. Nur wenige Augenblicke später setzte Gennadiy Adams das nächste Ausrufezeichen. Mit einem spektakulären 83 Yard Lauf entwischte der Running Back der gesamten Kieler Defense und erhöhte auf 21:7.
Die Hurricanes steckten zwar nicht auf und verkürzten durch Lorenz Rotermund noch einmal auf 21:14, doch ein Field Goal von David Immel sorgte vor dem Schlussviertel wieder für etwas Luft.
Hurricanes zeigen große Moral
Auch nach dem nächsten Rückschlag gab sich Kiel nicht geschlagen. Als James Okike einen Touchdown Pass von Dawson Herl zum 31:14 fing, schien die Partie bereits entschieden. Doch die Hurricanes antworteten nur wenig später. PJ Settles fand Jarvis McClam mit einem tiefen Touchdown Pass, ehe der Quarterback auch die anschließende Two Point Conversion selbst erfolgreich verwandelte.

In der Schlussphase keimte noch einmal Hoffnung auf, als CJ Davis einen Fumble erzwang und den Ball für Kiel zurückeroberte. Die Chance auf ein Comeback war allerdings nur von kurzer Dauer. Direkt im nächsten Angriff verloren die Hurricanes den Football erneut, wodurch Düsseldorf die verbleibende Zeit kontrolliert von der Uhr nehmen konnte.
„Es war das erwartet langsame Spiel am Anfang, das durch die Defensiven dominiert wurde. Zwei verschossene Fieldgoals und ein Fumble sind daraus natürlich nicht der Output, den wir brauchen, um so ein Spiel zu gewinnen. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft unglaubliche Moral bewiesen, unglaublichen Kampfgeist, hat bis zum Ende gefightet.“
Kiel Baltic Hurricanes Head Coach Timo Zorn
Panther bleiben auf Playoffkurs
Mit dem Heimsieg festigen die Düsseldorf Panther ihre gute Ausgangsposition im Rennen um die Playoffplätze der GFL Nord. Vor allem die Fähigkeit, entscheidende Momente konsequent für sich zu nutzen, machte gegen die Hurricanes den Unterschied.
Für Kiel bleibt dagegen eine bittere Niederlage, obwohl die Leistung über weite Strecken Mut machte. Die Hurricanes hielten das Spiel lange offen, brachten sich durch eigene Fehler jedoch immer wieder selbst um die Chance auf ein besseres Ergebnis. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit den Berlin Rebels ein richtungsweisendes Duell im Kampf um den Klassenerhalt.







