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Marcel Heinisch

Die Cologne Centurions gingen in den letzten Aufeinandertreffen gegen die übermächtige Frankfurt Galaxy immer als klarer Underdog in die Partie. Dieses Mal sah es anders aus. Die Centurions waren aufgrund ihrer bisherigen Offensivleistung für einige Fans absolut auf Augenhöhe mit den in einigen Teilen noch schwächelnden Frankfurtern.

Doch mit Anpfiff der Partie, vor 2.530 Fans im Südstadion der Centurions, zeigten die Frankfurter, dass sie langsam zu alter Stärke zurück finden.

Gleich im ersten Drive der Centurions wurde Jan Weinreich zweimal gesacked. Der Punt von Jens Appelt musste aus der eigenen Endzone ausgeführt werden. Dieser wurde geblockt und von Galaxy Spieler Kai Hunter aufgehoben und zum ersten Touchdown des Spiel getragen.

Mete Konya und Kārlis Brauns kurz vor dem QB-Sack an Jan Weinreich. Foto: Marcel Heinisch


Nachdem das Special Team der Galaxy gepunktet hat, wurden die Centurions gleich im nächsten Drive erneut gestoppt, ohne dass Jan Weinreich und sein Team ein neues First Down erreichen konnten. Als die Offensive der Frankfurt Galaxy erstmals auf den Platz durfte, konnten die Fans direkt drei schöne Läufe von Quarterback Jakeb Sullivan für insgesamt 22 Yards sehen. Danach warf Sullivan einen schönen Pass auf Running Back Thomas Fischbach, der sich langsam zu einer echt guten Entdeckung entwickelt. Die ersten Offense-Punkte zum 13:0 und später zum 19:0 machte der hauptberufliche Notfallsanitäter Leon Helm mit kurzen Läufen. Im gesamten Spiel hatte Fullback León Helm nur drei Läufe für insgesamt sieben Yards, doch zwei davon eben zu wichtigen Touchdowns.

Kurz vor dem Ende des ersten Quarters bekamen die Centurions dann auch noch Punkte aufs Scoreboard. Die Offensive um Jan Weinreich begann an der eigenen 30 Yard Line. Jan Weinreich warf einen Pass über knapp 10 Yards auf Lieblings Receiver Quinten Pounds und dieser lief weitere 60 Yards bis in die Endzone, um seinen zehnten Touchdown in dieser Saison zu erzielen.


Jens Appelt verschoss den Extrapunkt und die Centurions Fans, die eine sehr gute Stimmung machten, mussten danach lange auf weitere Punkte warten. Den zahlreichen mitgereisten Galaxy Fans hingegen bescherten QB Jakeb Sullivan und sein Team regelmäßig Grund zur Freude. Die drei Receiver Strahmann, Sow und Regler durften alle einen Touchdown-Pass von ihrem Spielmacher fangen. Außerdem durften sie auch ein weiteres langes Field Goal ihres Kickers Ryan Rimmler aus 51 Yards sehen. Kai Hunter, der bereits im Special Team ein Touchdown erzielte, durfte auch noch einen zweiten per Lauf zum zwischenzeitlichen 48:6 machen, nachdem bei Frankfurt bereits Moritz Johannknecht als Spielmacher auf dem Platz stand.

Als das Spiel so gut wie entschieden war, bekam Centurions Back-up Quarterback Alexander Frisch die Chance, sich zu zeigen. Mit eigenen guten Läufen konnte er einige Yards erzielen. Doch seine Pässe sahen nicht sehr gut aus. Einer dieser Pässe wurde von Konstantin Katz intercepted und über 50 Yards zu einem Pick Six zurück getragen. Dieser wurde aufgrund einer Strafe gegen die Defensive nicht gewertet. Einer von Frisch seinen Pässen fand dann den ehemaligen Surge Wide Receiver Louis Geyer, der frei in der Endzone wartete. Sowohl die Galaxy Offensive als auch die Centurions Offensive kamen jeweils noch einmal mit ihren Back Up QBs aufs Feld, konnten aber nichts Zählbares mehr aufs Scoreboard bringen.

Endstand 12:48

Frankfurt Galaxy gewann das Spiel mehr als überzeugend und reist nun mit breiter Brust nach Tirol.

Foto: Sarah Philipp

“Wir kamen sehr schnell in die Partie und haben von Anfang an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir haben mit einer kompletten Teamleistung gewonnen. Die Defensive hat richtig gut gespielt und die Offensive hat mit Jakeb gezeigt, zu was sie, auch mit nur einem Amerikaner, in der Lage ist. Das war ein sehr bedeutender Sieg für uns und das wird unser Selbstvertrauen pushen, was uns im nächsten Spiel gegen Tirol sehr helfen kann. Ich denke in diesem Spiel hat unser Team viele Fans an das Frankfurt Galaxy aus 2021 erinnert. ”

Galaxy Head Coach Thomas Kösling

Die Centurions hingegen mussten jetzt die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Nächste Woche haben sie wieder ein Heimspiel und empfangen Berlin Thunder, die zuletzt ebenfalls zweimal verloren.

Wissenswertes

Seit Gründung der Liga gab es das Aufeinandertreffen zwischen den Centurions und der Galaxy bereits vier Mal. Keines davon konnten die Kölner für sich entscheiden. Insgesamt kassierten die Centurions in den vier Spielen bereits 170 Punkte und konnten nur 45 Punkte selbst erzielen.