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Mariann Wenzel

Kurz vor dem Start der ersten European League of Football Saison wurde in Sachsen das Franchise Leipzig Kings aus dem Boden gestanzt. Mit einigen guten Import-Spielern gespickt, kam für Head Coach Fred Armstrong die eigentlich schwerste Aufgabe: Das Recruiting von Homegrown Spielern. Da Leipzig selbst kein Team in der GFL besitzt und aus Dresden nicht viele nach Leipzig wechseln wollten, musste sich Coach Armstrong in den unteren Ligen in Mitteldeutschland umschauen, um einen Kader für die Premierensaison melden zu können.

So kamen einige Spieler von den Leipzig Lions und den Leipzig Hawks zu den Kings. Zum Tryout kamen aber auch Spieler aus Erfurt, Jena, Magdeburg, Chemnitz und anderen Vereinen aus den unteren Ligen.

Coach Armstrong schaffte es, dieses Team, welches aus verschiedensten Spielern aus Mitteldeutschland bestand, zu einer Einheit zu formen und mit ihnen sogar fast die Playoffs zu erreichen.

Die recht erfolgreiche Saison der Kings weckte das Interesse anderer Spieler aus Deutschland, so dass aufgrund der gestatten Kadergröße aussortiert werden musste. Es haben sich Spieler, die Coach Armstrong gerne auch 2022 im Team gesehen hätte, entschieden, das Team zu verlassen. Aber auch die Kings mussten sich aus unterschiedlichsten Gründen gegen einige Spieler entscheiden.

Leipzig Kings

Mariann Wenzel

Timothy Knüttel, der auch als Homegrown zählt, entschied sich, für das neu gegründete Franchise Rhein Fire aufzulaufen. Knüttel war einer der Leistungsträger in der Offensive der Leipzig Kings und gilt als wohl größter Verlust.

O-Liner Shalom Baafi wechselt zu den Hamburg Sea Devils, die es in der Premierensaison bis ins Finale geschafft haben. Baafi betonte in der Saison gegenüber Foot Bowl, dass er gerne wieder in seiner Heimat Hamburg spielen möchte und deshalb war dieser Schritt nur logisch.

Auch Maximilian Fitz war eigentlich für die neue Saison eingeplant, doch musste sich der Erfurter schweren Herzens gegen das Franchise aus Sachsen entscheiden. Er ist am 15. März diesen Jahres Vater geworden und hat sich aufgrund der Entfernung gegen die Kings und für die Familie entschieden. Doch auch für Fitz ist das Kapital American Football noch nicht zu Ende. Er wird im Jahr 2022 seine Erfahrungen aus Dresden und Leipzig im Coaching Staff der Suhl Gunslingers als Defensive Coordinator mit einbringen.

Ein weiterer Spieler, der letztes Jahr noch für die Kings spielte und nun einem Amateurverein als Coach und Spieler zur Seite stehen wird, ist O-Liner Robert Kahlke. Kahlke wird in der Saison 2022 für seinen Heimat-Verein Freiberg Phantoms spielen und, ähnlich wie Fitz, seine Erfahrungen aus der Zeit in Dresden und Leipzig im Coaching Staff mit einbringen.

Linebacker Michael Bausch wird den Saisonstart der European League of Football verpassen, da er momentan in Frankreich für das Team Crizzleys Catalans spielt. Er und sein Team haben sich bereits für die Playoffs qualifiziert und somit ist er Anfang Juni noch nicht in Deutschland zurück. Ob wir ihn nach der French Elite Saison bei den Kings oder einem anderen Franchise sehen werden, ist noch offen.

Berufsbedingt wird auch Runningback Luc Schneider in der nächsten Saison nicht mehr in der ELF spielen. Da er in Braunschweig arbeitet, wird ab sofort den Helm und die Pads für die Hildesheim Invaders in der GFL2 überstreifen.

Weitere Homegrown Spieler, die 2022 nicht mehr für die Leipzig Kings spielen werden, sind Lukas Rebenstorf, Antonio Fischer, Felix Splisteser (Halle Falken), Dustin Dennerlein (Hemhofen Gechers), Luca Lampe (Salzland Racoons), Lukas Bane (Nürnberg Hawks), Moritz Herzel (Leipzig Hawks), Markus Riedel (Radebeul Foxes), Philipp Mingerzahn (Erfurt Indigos), Viktor Wiederspan (Chemnitz Crusaders), Florian Barthel (Vereinlos) und Chris Schlack (Vereinlos).