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Die erste Saison schloss Berlin Thunder mit einer Bilanz von drei Siegen zu sieben Niederlagen auf dem letzten Platz in der Nord-Division ab. Seitdem hat sich in Berlin einiges gewandelt. Der zentrale Faktor war dabei der Einstieg des ehemaligen NFL-Profis Björn Werner als Mitgesellschafter und Sportdirektor.

Werner genießt großen Handlungsspielraum bei Thunder und ist gemeinsam mit dem neuen Head Coach Johnny Schmuck für die Rekrutierung des Kaders hauptverantwortlich. Neben seinen eigenen Erfahrungen als professioneller Footballspieler bringt Werner auch den Vorteil mit, dass er durch sein Engagement bei der von ihm gegründeten Stiftung Gridiron Imports mit einigen europäischen Talenten bestens vernetzt ist.

Dies verhalf Thunder unter anderem zur Verpflichtung des 21-jährigen Defensive Tackles Ben Nauenburg, der mit Hilfe von Gridiron Imports zwei Jahre an der Kiski School in den Vereinigten Staaten verbrachte. Foot Bowl hatte den Neuzugang zuletzt im Interview.

Foot Bowl:
Hallo Ben, könntest du dich bitte kurz vorstellen.

Ben Nauenburg:
Ich bin Ben Nauenburg, 21 Jahre alt. Ich bin 1,93 Meter groß und wiege momentan 121 Kilo. Ich wurdein Neubrandenburg geboren, wohne aber inzwischen in Neustrelitz in Meckenburg. Ich spiele auf den Positionen des Defensive Tackles und Defensive Ends.

Foot Bowl:
Was hast du gedacht, als du das erste Mal von der ELF gehört hast?

Ben Nauenburg:
Ich war tatsächlich etwas skeptisch. Das hatte den Grund, dass ich in den USA mitbekommen habe, wie der Versuch gescheitert ist, zwei neue Ligen aufzubauen. Beide haben es nicht einmal eine Saison durchgehalten. Natürlich fand ich es aber cool, dass man sowas wie die NFL Europe von früher wieder etablieren wollte. Meine erster Gedanke war trotzdem, es erstmal mit Vorsicht zu genießen.

Foot Bowl:
Warum hast du dich für Berlin Thunder entschieden?

Ben Nauenburg:
Das hat zum Teil etwas mit Björn Werner zu tun, aber es lag auch daran, dass ich meine Ausbildung machen möchte. Zudem habe ich im Umkreis geschaut und Berlin ist eben von meinem Wohnort aus in anderthalb Stunden zu erreichen. Es ist für mich lokal. Hamburg war auch eine Option, aber da ist der Weg für mich zu weit.

Foot Bowl:
In der letzten Saison hast du in der GFL 2 gespielt, jetzt wirst du in der European League of Football spielen. Bereitest du dich da anders vor oder ist es die gleiche Vorbereitung wie sonst auch?

Ben Nauenburg:
Nein, man muss deutlich mehr machen. Es ist eine andere Vorbereitung, auch auf mentaler Ebene. Die Einstellung spielt schon eine große Rolle. Bei der Vorbereitung hilft mir mein Vater [Anm.: Mario Baierl], der mich coacht.

Foot Bowl:
In der letzten Saison war Berlin Thunder nicht ganz so gut. Nun hat man das Gefühl, dass das Franchise komplett umgekrempelt wird. Merkt man dem Franchise die Professionalität an?

Ben Nauenburg:
Ja, auf jeden Fall. Alleine was den Coaching Staff angeht. Berlin hat kein Tryout gemacht wie viele anderen Teams, weil Björn genau weiß, wen er haben möchte. Er möchte ein Team aufstellen, das auch gewinnt. Das Ziel ist von jedem von uns, dass wir in die Playoffs kommen und auch den Ring holen. Wir wollen das Championship Game gewinnen.

Foot Bowl:
Auf welches Spiel freust du dich in der kommenden Saison am meisten?

Ben Nauenburg:
Von der Location her ist Istanbul sehr interessant. Einfach mal das Land kennenzulernen wäre schön, denn ich war noch nie in der Türkei. Vom Gegner her sind es aber die Raiders. Die haben wirklich einen Namen in Europa und gehören zu den besten Teams.

Foot Bowl:
Was sind deine persönlichen Ziele für die kommende Saison?

Ben Nauenburg:
Ich möchte mich wirklich entwickeln und besser werden. Deshalb habe ich mich auch für den Schritt in die ELF entschieden. Ich arbeite auch darauf hin, ins NFL International Pathway Program zu kommen.

Elias

Elias ist seit Ende August 2021 Teil von Foot Bowl. Mail: hoffmann-footbowl@gmx.de