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Nachdem wir euch vor einer Woche von den teaminternen Awards der Hamburg Sea Devils berichten konnten, setzen wir nun diese kleine Serie mit den Cologne Centurions fort. Bereits in der Woche nach dem Halbfinale ist das Team zu einem Barbecue zusammengekommen und hat dabei insgesamt sechs Auszeichnungen vergeben.

Foto: Frederik Löwer

Team MVP: Madre London (RB)

Man hätte Köln wohl kaum ernst nehmen können, hätten sie den ELF MVP Madre London nicht auch zu ihrem Team MVP gewählt. Die wohl beeindruckendste Statistik ist die Anzahl der Laufversuche, denn mit 303 Attempts in zehn Spielen bekam der 25-jährige US-Amerikaner 132 Mal häufiger den Ball vom Quarterback übergeben, als der Athlet mit den zweitmeisten Laufversuchen der Liga. Laut dem Statistiker Nils (american.football.stats) waren 59,8% der Kölner Spielzüge Laufversuche. Die 23 Rushing Touchdowns Londons bei 16 Passing Touchdowns geben dieses Verhältnis auch wider. Als Zuschauer hatte man häufig sogar das Gefühl, der Laufanteil wäre noch eindeutiger gewesen.

Offense MVP: Nick Wiens (LG)

Für ein erfolgreiches Laufspiel braucht man nicht nur einen guten Runningback oder klug designte Spielzüge. Man braucht vielmehr eine starke Offensive Line. Nick Wiens war als Left Guard fester Bestandteil dieser O-Line, die das explosive Rungame der Kölner erst möglich gemacht hat. Der 187cm große und 125kg schwere Dortmunder begann im Jahr 2013 bei den Dortmund Giants mit dem American Football, ehe er 2015 zu den Cologne Crocodiles wechselte und von 2018 an am New Mexico Military Institute ausgebildet wurde. In diesem Jahr stand er schließlich bei den Centurions unter Vertrag und konnte dabei nicht nur seine Teamkollegen überzeugen, sondern wurde auch von den Fans und Trainern in das ELF All-Star Team nominiert.

Defense MVP: Marius Kensy (LB)

Der Gelsenkirchener Jung ist wohl einer der Spieler gewesen, die in der abgelaufenen Saison häufig unter dem Radar der Öffentlichkeit liefen, aber eigentlich zu den Besten gehörten. Mit 7,1 Tackles pro Spiel war Marius Kensy teamintern unangefochtener Tackle-Leader und auch ligaweit war er mit insgesamt 78 Tackles in den Top 5. Der GFL All Star nahm bereits am NFL International Combine teil und stand in diesem Jahr auch im Blickfeld der Canadian Football League. Mit den Leistungen aus diesem Jahr wird er sich sicherlich ein weiteres Mal empfohlen haben.

Special Teams Player of the Year: Valentin Rödiger (P)

Als Spezialist des Jahres wurde der Wide Receiver und Punter Valentin Rödiger ausgezeichnet. Zwar waren seine Punts nicht die weitesten, doch gelangen ihm immer wieder Versuche, die innerhalb der gegnerischen 20-Yards-Line landeten.

Rookie of the Year: Paul Lenhardt (WR)

Er gilt als vielversprechendes Talent und als die Zukunft der Centurions. Paul Kavadia-Lenhardt, der auch in der engen Auswahl um den ELF Offensive Rookie of the Year Award stand, konnte sich bereits in seiner Rookie-Saison als eine sichere Anspieloption für Quarterback Jan Weinreich etablieren und immer wieder für Highlights sorgen. In Erinnerung bleibt sein 61-Yards-Touchdown beim Spiel in Barcelona, der das Spiel fast noch zugunsten der Centurions gedreht hätte.

Most Improved Player: Fabian Kratz (OT)

Als letzte Auszeichnung wurde der Award des Most Improved Players an den O-Liner Fabian Kratz vergeben. Der ELF All Star und Hall of Famer der NRW Green Machine war in den letzten Tagen in London, um sich beim NFL International Combine für einen Platz im International Pathway Program zu empfehlen. Anschließend wird es für ihn zum Sichtungscamp der deutschen Nationalmannschaft gehen.

Wir gratulieren allen Spielern zu ihren wohl verdienten Auszeichnungen.

Elias

Elias ist seit Ende August 2021 Teil von Foot Bowl. Mail: hoffmann-footbowl@gmx.de