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Marcel Heinisch

Die in letzter Zeit oft in der Kritik stehende Stuttgart Surge war am Sonntag zu Gast im Bruno-Plache-Stadion bei den Leipzig Kings. Mit neuen Offensive-Koordinatoren und neuem Quarterback wollte sich das schwäbische Franchise mit neuem Gesicht zeigen. Im ersten “echten” Heimspiel der Kings und bei über 30 Grad Celsius waren 2.950 Fans anwesend, um sich den Krimi zwischen Stuttgart Surge und den Leipzig Kings anzuschauen.

Den Anfang machte Stuttgart Surge, die der neue Franchise-Quarterback Dante Vandeven im ersten Drive über das Feld führte. Im letzten Play des Drives musste Running Back Bryan Yankson nur zwei Yards in die Endzone laufen, um die ersten Punkte aufs Scoreboard zu bringen – und das tat er auch. Stuttgart Surge ging mit 7:0 (Extrapunkt durch Luca Faschian) in Führung und zeigte ein ganz anderes Gesicht gegenüber den vorherigen Spielen.

Auf Seiten der Kings startete Ferras El-Hendi als Quarterback ins Spiel. Doch nach drei Pässen waren die ersten Angriffsbemühungen der Gastgeber auch schon wieder beendet. El-Hendis Passversuch wurde geblockt und von Linebacker Paul Veritas abgefangen und bis an die gegnerische 37 Yards Linie zurückgetragen.

Die Offensive um Vandeven konnte das neue Angriffsrecht nicht bestmöglich ausnutzen. In der Redzone war an der 1-Yard-Linie Schluss und man entschied sich, Faschian aus 19 Yards kicken zu lassen. Der Field-Goal-Versuch war erfolgreich und Stuttgart führte nun mit 10:0.

Auch im zweiten Versuch, mit der Offensive Punkte zu machen, klappte bei den Leipzig Kings nicht. Sie verloren nach vier Carrasco-Läufen das Angriffsrecht an der eigenen 39-Yard-Linie.

Doch durch unnötige Strafen und starken defensiven Leistungen der Kings konnte die Offensive der Surge keine weiteren Punkte im ersten Quarter erzielen. Auch El-Hendi nutzte seine Chance als Starting Quarterback nicht und wurde im zweiten Viertel des Spiels durch Jordan Barlow ersetzt. Der amerikanische Spielmacher wurde zuletzt für das schwache Passspiel verantwortlich gemacht und stand stark in der Kritik. Allerdings hatte er sich auch an der Schulter verletzt, weshalb er auch gegen die Surge noch sichtlich angeschlagen war. Dennoch leitete er den Turnaround ein und erkämpfte sich so die Herzen der Fans zurück. Mit guten Pässen und eigenen Läufen brachte Barlow sein Team direkt im zweiten Quarter in Führung und baute die Führung im dritten Spielabschnitt durch einen 2-Yard-Touchdown-Lauf weiter aus. Die Defensive der Kings hielt ebenfalls und ließ im zweiten und dritten Quarter keine weiteren Punkte zu.

Myke Tavarres mit einem Sack an Dante Vandeven
Foto: Marcel Heinisch

Erst im vierten Quarter kamen weitere Punkte für die Surge aufs Scoreboard. Durch einen schönen Pass auf Paul Steigerwald und einen eigenen kurzen Lauf konnte Vandeven und das Surge-Team zwölf weitere Punkte im vierten Quarter erzielen (zwei Two-Point-Conversions waren nicht erfolgreich). Doch auch Leipzigs Quarterback erlief selbst noch einen Touchdown und besiegelte somit den Kings-Sieg.

Endstand 28:22

Fazit:

Stuttgart Surge sah deutlich besser aus als die Spiele zuvor und Quarterback Vandeven hat in seinem ersten European League of Football-Spiel schon sehr gut losgelegt. Doch waren die beiden Interceptions (beide gefangen von William James, Linebacker #24), einige Strafen und die zwei von Luca Faschian verschossenen Field Goals einfach zu viel, um gegen die Kings zu bestehen. Jordan Barlow konnte heute mit einem guten Spiel die Kritiker fürs erste verstummen lassen und die Defensive der Kings hatte wieder ein hervorragendes Spiel.

Wissenswertes:

Es war saisonübergreifend die zwölfte Niederlage in Folge für das Team von Martin Hanselmann.

Der Fanclub Surge-OFC-United empfing das Team des schwäbischen Franchise mit einem selbst gestaltenten Banner, um der Mannschaft zu zeigen, dass sie ihr weiterhin den Rücken stärken werden.

Aufschrift:

GUT GEKÄMPFT
DANKE JUNX
EUER OFC

Selbst gestalteter Banner des Surge Fanclubs OFC-United
Foto: Surge-OFC-United

5. Juli 2022