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Sarah Philipp

Bei ihrem vorgestrigen Abschlussabend vergaben die Raiders Tirol ihre teaminternen Auszeichnungen. Erstmals seit 2009 endete die Saison für das Innsbrucker Team ohne Finalteilnahme im Ligabetrieb (2020 nahm man nicht am Spielgeschehen teil), doch kann das lehrreiche Jahr trotzdem als Erfolg bezeichnet werden. So erreichten die Raiders in einer schweren Conference mit einer Bilanz von 8–4 die Playoffs, wo dann letztlich gegen die Hamburg Sea Devils Schluss war.

Team MVP: Sean Shelton (QB)

Es war erneut eine großartige Saison von Sean Shelton, der seit 2015 Tirol sein zu Hause nennt. Der Signal Caller überlistete nahezu jede Zone Coverage und zog ein fantastisches Kurzpassspiel auf, ohne dabei die Downfield-Option aus den Augen zu verlieren. Doch für einige seiner Highlights sorgte der 31-jährige im Laufspiel. Unvergessen bleibt sein Stiff Arm gegen Alexander Boes bei seinem 28 Yards Touchdown Run gegen die Cologne Centurions und auch sein Rushing Touchdown über 67 Yards gegen die Stuttgart Surge bleibt in Erinnerung. Der sympathische Familienvater verzeichnete insgesamt 3.135 Passing Yards, eine Completion Percentage von 63.59, 31 Passing und acht Rushing Touchdowns, sechs Interceptions sowie ein Quarterback Rating von 108.65. Diese Statistiken sind eines MVPs würdig.

Foto: Svenja Sabatini

Offense MVP: Marco Schneider (WR)

Marco Schneider machte genau da weiter, wo er 2021 aufgehört hatte. Der letztjährige AFL Newcomer of the Year war auch in dieser Saison der Leading Receiver der Raiders. Schneider kam oft aus der Slot und bestach dabei mit sehr genauen Routen. Besonders wichtig war dabei sein starker Catch 110 Sekunden vor Abpfiff bei der Frankfurt Galaxy, mit dem die Raiders die Punktedifferenz und somit das direkte Duell für sich entscheiden konnten. Insgesamt verzeichnete der 21-jährige 41 Receptions (67.21 % Catches per Target) für acht Touchdowns. Zudem war er auch der Punter des Tiroler Teams. Für Schneider muss dies nicht die letzte Auszeichnung sein, schließlich ist er unter den drei Nominierten für den 2022 ELF Rookie of the Year Award.

Schneider mit einem Catch. Foto: Simon Braun

Defense MVP: Lucky Ogbevoen (LB)

Der bei den Vienna Vikings ausgebildete Lucky Efosa Ogbevoen landete vor der Saison überraschend bei den Raiders, die ihr Glück im Nachhinein wohl kaum fassen dürften. Ogbevoen war von Beginn an als Weakside Linebacker (Will) gesetzt und überzeugte durchgehend. Der 22-jährige spielte sich sogar ins Blickfeld der National Football League (NFL), die ihn zum NFL International Combine nach London einluden. In der ELF-Saison verzeichnete er 79 Tackles (6.58 pro Spiel), 1.5 Sacks, 8.5 weitere Tackles for Loss, ein Forced Fumble, eine Interception und zwei Pass-Break-ups. Darüber hinaus blockte er einen gegnerischen Kick.

Foto: Svenja Sabatini

Special Team MVP: CJ Okpalobi (PR/KR)

Er war nur einer von drei Athleten, denen in dieser Saison ein Kick Return Touchdown gelang. Doch nicht nur bei diesem einen Play stach Chuka Austin Okpalobi Junior in den Special Teams heraus. Der etatmäßige Running Back wurde erst vor Week 7 verpflichtet, fand sich aber schnell ins Team ein. Schnell übernahm er auch die Aufgaben des Punt und Kick Returners. Unter jenen, die mehr als zehn Kick Returns durchführten, hat Okpalobi den zweibesten Durchschnitt an Raumgewinn erzielt. So hatte er 18 Kick Returns für durchschnittlich 32.0 Yards. Bei seinen zwölf Punt Returns verzeichnete er einen Durchschnittswert von 17.42 Yards pro Return.

Foto: Marcel Heinisch

#2 Raider Award: Niklas Gustav (DE/LS)

Zu guter Letzt wurde der #2 Raider Award an den deutschen Importspieler Niklas Gustav vergeben, der dem Team sowohl als Defensive End als auch als Long Snapper diente. Gustav kam vor der Saison von den BC Lions aus der Canadian Football League (CFL) nach Innsbruck, wo er eine ähnliche Winning Culture vorfand, wie er sie an seiner Alma Mater (Morningside University) inkarniert hatte. Mit seinen zehn Sacks war Gustav nicht nur teaminterner Leader, sondern fand sich auch in der Top 5 der ELF wieder. Die Auszeichnung ist ein Memorial an den im Dezember viel zu früh verstorbenen Florian Hueter, dessen Nummer 2 nie wieder vergeben wird.

“It can be seen as the Florian Hueter award. He stood for being the hardest worker, always going the extra mile, not resting on his accomplishments, being prepared the best way possible, making his teammates around him better.”

Head Coach Kevin Herron
Gustav im Gespräch mit Björn Werner. Foto: Sarah Philipp

Artikel zu den Team Awards 2022:

Elias

Elias ist seit Ende August 2021 Teil von Foot Bowl. Mail: hoffmann-footbowl@gmx.de

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