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Daniel Thywissen

Drittes Spiel, dritter Sieg. Rhein Fire mit perfektem Start in die European League of Football Saison 2022.

Der glorreiche Name Rhein Fire und die ersten beiden erfolgreichen Spiele in der European League of Football Saison 2022 lockten 7.895 Football Fans in die Schauinsland-Reisen-Arena nach Duisburg, um sich das erste Heimspiel gegen das türkische Franchise Istanbul Rams anzuschauen.

“Es war unfassbar emotional und berührend. Das Team um Rhein Fire hat einen mega geilen Spieltag auf die Beine gestellt und ganz tolle Erinnerungen geweckt und neue geschaffen. Unsere Fan- Band, die Wounded Ducks, die sich vor 21 Jahren gegründet hat, war auf der Pre-Game Bühne und hat auch im der Halbzeit-Show gespielt. Sie haben extra eine neue Fan-Hymne komponiert, es war durchgehend Gänsehaut pur! Unsere Cheerleader aus alten Rhein Fire Zeiten wurden zum Spieltag eingeladen und ebenfalls auf die Pre-Game Bühne geholt. [Headcoach] Jim Tomsula hat sich vor dem Spiel mitten unter die Fans gemischt und die Atmosphäre genossen. Natürlich wurde er entdeckt und spontan auf die Bühne geholt, es gab einen riesen Jubel und er brachte es auf den Punkt. Fire is family, we are family! Die Atmosphäre kam eines sehr fröhlichen Klassentreffens nahe. Wir alle haben unfassbar viele Menschen getroffen, die wir eben seit 15 Jahren nicht gesehen haben, obwohl viele von uns befreundet sind und immer untereinander Kontakt hatten. Wir mussten öfter inne halten und es flossen Freudentränen, weil uns bewusst wurde, dass die Liga uns unser Team zurück gebracht hat. Jeder in diesem Stadion, egal ob alter oder neuer Fan, hat diesen Tag auf seine Weise genossen und war geflasht und überwältigt.”

Isa Fiedler, Besitzerin der Kneipe “Knoten”, wo einmal im Monat der “Firetalk” abgehalten wird
“Die Liga hat uns unser Team zurück gebracht.” Isa Fiedler, Eigentümerin des Knoten (rechts)
Foto: Marcel Heinisch

Die Istanbul Rams sind, wie auch schon die beiden Spiele zuvor, am selben Tag mit dem Flugzeug angereist. Das sind nicht die besten Voraussetzungen, um ein Spiel gegen einen starken Gegner zu gewinnen. Außerdem wurden zwei Tage zuvor Chad Walrond, Kris Wedderburn, Muneyuki Kinoshita und Najee Mundicha entlassen sowie die beiden Amerikaner Devin Heckstall und Darius Lewis und der Franzose Alkaly Cisse verpflichtet (Bericht hier).

Lewis war auch der erste Spieler in der Partie, der den Ball in die Hände bekam. Nach dem Kickoff fing er den Ball und trug ihn an die 26 Yard Linie zurück. Nach zwei Punts von beiden Teams war wieder das Istanbuler Team gefragt. Sie brachten den Ball bis kurz vor die Endzone. Doch anstatt sich mit Punkten zu belohnen, schlug D-Liner Eric Adam den Ball aus den Händen von Running Back Tyrese Johnson-Fisher. Jason Chikere nahm den gefumbelten Ball auf und trug ihn ein paar Yards zurück.

Auch im nächsten Drive gab es keine Punkte. Ein Field Goal Versuch des Kickers Daniel Schuhmacher aus 24 Yards wurde geblockt.

Im nächsten Drive war wieder nicht die Offensive, die überzeugte, sondern ein Linebacker. Omari Williams fing einen langen Pass von Quarterback Jared Stegman ab.

Zachary Blair (42) wechselte vor der Saison von Stuttgart Surge nach Istanbul.

Wenige Sekunden später, wieder eine Interception. Dieses Mal auf Seiten von Rhein Fire. Quarterback Matt Adam versuchte, einen seiner Wide Receiver zu bedienen, doch landete der Ball in den Händen von Linebacker Zachary Blair, der den Ball bis an die 3 Yard Linie zurück brachte. Durch dieses schöne Defensive Play war es für Quarterback Stegman ein leichtes, Punkte aufs Scoreboard zu bringen. Er warf einen kurzen Pass in die Endzone auf Wide Receiver Alihan Ağaçkesen und dadurch ging das erste Quarter mit 0:6 an die die Istanbul Rams (Extrapunkt war nicht erfolgreich).

Ab dem zweiten Quarter brach das türkische Team ein. Die Offensive konnte kaum noch Akzente setzen, ganz anders als die von Rhein Fire. Matt Adam bediente zwei mal Tight End Florian Eichhorn mit langen Bällen, einer davon in die Endzone. Kicker Daniel Schuhmacher verwandelte den Extra Punkt nicht, somit stand es 6:6. Kurz danach warf Adam einen langen Pass auf Wide Receiver Nathaniel Robitaille, der nach dem Passfang weitere 23 Yards lief und den Ball in die Endzone trug. Eine Minute später war Rhein Fire wieder in Ballbesitz. Matt Adam warf einen kurzen Pass auf Wide Receiver Harlan Kwofie, der danach zwei Verteidiger ausweichen konnte und denn Ball 44 Yards in die Endzone trug.

Immer noch im zweiten Quarter, verlor der neue Cornerback und Returner Darius Lewis den Ball beim Kickoff Return. Omari Williams nahm den verlorenen Ball auf. Wieder war das Franchise Rhein Fire in Ballbesitz. Mit nur 19 Sekunden auf der Uhr verwandelte Kicker Daniel Schumacher ein Field Goal aus 50 Yards.

Halbzeitstand 6:23

In der zweiten Halbzeit übernahm Rhein Fire komplett das Spiel. Mit kurzen Pässen auf die Wide Receiver und Hand-offs zu den Running Backs versuchte Rhein Fire Zeit von der Uhr zu nehmen. Nach fünf gespielten Spielminuten in der zweiten Halbzeit warf Adam wieder einen langen Pass in die Endzone auf Nathaniel Robitaille (6:29). Kurz danach im selben Quarter, konnten die fast 8.000 Fans wieder einen schönen Pass sehen. So erhöhte Harlan Kwofie mit seinem zweiten Touchdown auf 6:35. Noch 30 Sekunden auf der Uhr im dritten Quarter. Jared Stegman übergab den Ball an Running Back Johnson-Fisher, der wieder mal den Ball nicht richtig fest hielt und den Ball fumbelte. Aufgenommen wurde dieser von Defensive Back Omari Williams, der erst an der 19 Yard Linie gestoppt werden konnte.

Also startete Rhein Fire bereits in der Redzone ins vierte Quarter. Nachdem Back-up Quarterback Rohat Dagdelen einen kurzen Pass auf Domenik Rofalski zum nächsten First Down warf, musste Running Back Jason Aguemon im nächsten Versuch nur noch drei Yards erlaufen um auf 6:42 zu erhöhen.

Doch auch die Istanbul Rams sollten nochmal Punkte machen. Jared Stegman warf bei noch 9:30 Minuten auf der Uhr einen Pass über 21 Yards im hohen Bogen in die Endzone, wo Homegrown Wide Receiver Efe Baran schon auf den Ball wartete (12:42). Danach passierte punktetechnisch nichts mehr und Rhein Fire konnte auch das erste Heimspiel gewinnen.

Bei bestem Wetter konnte die große Fangemeinde viele Punkte sehen und auch sehr gute Defensive Arbeit ihres Teams. Doch um nächste Woche zu Hause gegen die Barcelona Dragons zu gewinnen, müssen die offensiven Fehler abgestellt werden.

Auf Seiten der Rams muss auch noch einiges passieren. Ran-Kommentator Jan Stecker stellte nach dem Spiel sogar Quarterback Jared Stegman sowie Head Coach und General Manager Val Gunn in Frage.

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